Die untenstehenden Geschichten sind aus der Erinnerung geschrieben.
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Die Nacht des Mondfängers

Es begab sich an einem Karfreitag, ca. im Jahre 1989 oder 1990. Bei unserem damals noch alljährlichen Osterzelten, welches von Gründonnerstag bis Ostermontag in einem Wäldchen nahe Altenhofs stattfand.
Wie diese Jahreszeit es so mit sich bringt, war es an diesem Wochenende nachts äußerst kühl und wir saßen, mit nichts anderem als ein paar Bierkisten, um das Lagerfeuer herum. Durch das ununterbrochene Wärmen unserer durchgefrorenen Glieder, neigte sich der Holzvorrat merklich schnell zum Ende hin.
Am nächsten Tag blieb uns nichts anderes übrig, als irgendwo her Brennholz zu "organisieren". 2 Leute nahmen  sich dessen an. Von einem naheliegenden Holzstapel wurden einige Holzscheite für ihren eigentlichen Sinn, nämlich das Verbrennen, für das Lagerfeuer mitgenommen.
Jemand aus der Nachbarschaft, der uns nicht erkannt hatte, sah dies, wie sollte es auch anders sein und rief unsere besonderen "Freunde" in grün. Wie sich im Nachhinein feststellte hätte er es nicht getan wenn er gewusst hätte, dass wir es waren.
Rausreden hätte keinen Sinn gemacht, da in dem alten Schrottauto, was als Schubbkoarn gedient hatte, im Kofferraum ein Farbeimer umfiel und die Farbe auf die Straße floss und so genug Beweis war.
Als nun die grünen Gesellen eintrafen, trat man ihnen mit schon gut angetrunkenen Forschheit, mutig entgegen und wollte sie (auch mit Androhung von Gewalt)  nicht in die Nähe unseres Camps lassen. Dies hatte zu Folge, dass die Grün/Weißen Staatsdiener  mit 2 Mannschaftswagen ankamen.
Besonders mutig stellte sich an diesem Abend unser Mondfänger P.... heraus. Mit seinen tollkühnen Lufttritten und einem unbändigen haaa, hooo, ajaa Geschrei, Bruce Lee in nichts nachstehend, überraschte er die verdutzden Polizisten. Sprachlos wurden sie dann als er ihnen anbot, den Mond zu fangen. Mit den Worten "Ha, ich well de´ Mond fang´, ha ich bin de´ P...., und die Hände ausgestreckt hinter dem Mond herjagend, erklärten ihn die Polizisten noch an Ort und Stelle für verrückt.
Seit diesem Abend sind wir wohl die Einzigsten, die einen echten Mondfänger kennen. Und solltet ihr nun denken er hat ihn immer noch nicht gefangen dann liegt ihre falsch, er hat ihn inzwischen daheim und lässt ihn abends immer nur ein Stückchen vor die Tür, dann mal wieder voll und ganz und manchmal überhaupt nicht (es liegt daran ob er mal zwischenzeitlich aus seinem 1000jährigem Schlaf erwacht, meist immer im 4-Wochen Rhytmus).

Anm.: Natürlich mussten die daran Beteiligten dafür gerade stehen. Geldstrafen waren die Folge.